Warum vegan für uns keine Option war, sondern Bedingung

Teil 3 des Entwicklungstagebuchs: die Entscheidung für eine rein pflanzliche Formel und was sie gekostet hat.

Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, und sie hat mich etwas gekostet. Sie stand trotzdem schon fest, bevor die erste Rezeptur auf dem Papier war: Was wir entwickeln, ist rein pflanzlich.

Der Preis der Entscheidung

In dieser Produktkategorie sind mehrere der klassischen Rohstoffe tierischen Ursprungs. Manche davon sind gut untersucht. Wer sie ausschließt, verliert bequeme Optionen und muss die Formel um die verbleibenden Bausteine herum neu denken. Genau das ist passiert, und es hat Wochen gekostet.

Drei Gründe, warum es trotzdem so bleibt

Erstens Allergene. Mehrere der üblichen tierischen Rohstoffe in diesem Bereich stammen aus Quellen, die zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen zählen, etwa Kollagen aus Fisch oder Glucosamin aus Krebstieren. Das bedeutet: ein Teil der Menschen, für die das Produkt gemacht ist, dürfte es gar nicht nehmen. Bei einem Produkt für eine ohnehin kleine Nische ist das ein schlechter Tausch.

Zweitens Rückverfolgbarkeit. Pflanzliche Rohstoffe lassen sich in der Lieferkette in der Regel klarer nachvollziehen. Wer Anbau, Charge und Analyse belegen kann, muss weniger glauben.

Drittens Haltung. Ich möchte kein Produkt verkaufen, bei dem ich einem Teil meiner Kundschaft erklären muss, warum sie es nicht nehmen kann. Vegan schließt niemanden aus. Der umgekehrte Weg schon.

Was vegan nicht bedeutet

Vegan heißt nicht automatisch besser dosiert, nicht automatisch besser geprüft und nicht automatisch verträglicher. Es ist ein Kriterium unter mehreren, und es ersetzt keines der anderen. Ein rein pflanzliches Produkt mit Spurenmengen bleibt ein Produkt mit Spurenmengen.

Deshalb steht diese Entscheidung bei uns nie allein. Sie gilt zusammen mit der Regel aus dem letzten Teil: wenige Bestandteile, jeder in einer Menge, die sich an der Forschungslage orientiert. Erst beides zusammen ergibt ein Produkt, hinter dem ich mit meinem Namen stehen kann.

Im nächsten Teil geht es um die Frage, die mich am meisten Zeit gekostet hat: Wer stellt das Ganze eigentlich her, und warum in Deutschland?

In Entwicklung

Wir entwickeln gerade unsere eigene Formel für Golf, Tennis und Padel.

Entwickelt in Nümbrecht, hergestellt und laborgeprüft in Deutschland, vegan. Wir dokumentieren jeden Schritt öffentlich.

Zum Entwicklungstagebuch

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Oliver Berfelz, Gründer VitaSpice
Oliver Berfelz Ernährungsberater A-Lizenz & Food Coach | Ehemaliger Sternekoch | Gründer VitaSpice

Oliver Berfelz verbindet jahrzehntelange Erfahrung in der Spitzengastronomie mit fundiertem Ernährungswissen. Als Gründer von VitaSpice entwickelt er hochwertige, laborgeprüfte Supplements, abgefüllt und laborgeprüft in Deutschland.

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