Wie unsere eigene Sportformel entsteht

Entwicklungstagebuch

Wir entwickeln eine eigene Formel für Golf, Tennis und Padel

Und wir zeigen dabei jeden Schritt: die Rezeptur, die Hersteller, die Verpackung, die Prüfungen, die Umwege. Was du hier findest, ist kein Produktversprechen, sondern ein Werkstattbericht.

Warum wir das öffentlich machen

Weil in dieser Branche fast alles hinter verschlossenen Türen passiert. Kaum jemand erzählt, wie eine Rezeptur wirklich zustande kommt, warum Zutaten wieder gestrichen werden oder wie lange es dauert, bis ein Produkt verkauft werden darf. Genau das schreiben wir hier auf, während es passiert.

Zwei Dinge bleiben vorerst draußen: der Produktname und die genaue Zusammensetzung. Wir sind ein kleiner Anbieter in einer Nische, in der bereits ein deutlich größerer Wettbewerber sitzt. Eine fertige Rezeptur ist in Wochen kopiert, eine ehrliche Entwicklung nicht. Beides holen wir zum Start nach.

Wo wir gerade stehen

Erledigt Marktsichtung, Rezepturentwicklung, Auswahl des Lohnherstellers, Entscheidung für Herstellung in Deutschland, Verpackungsformat, Auftrag an den Grafiker
In Arbeit Fülltest beim Hersteller, daraus ergeben sich Nettofüllmenge und endgültiges Zutatenverzeichnis. Reinzeichnung des Etiketts.
Offen Verkehrsfähigkeitsprüfung, Druckfreigabe, Anzeige bei der Behörde, Frage der Zertifizierung für Turnierspieler, erste Produktion

Ein Starttermin steht bewusst nicht hier. Wir nennen ihn erst, wenn die Prüfungen durch sind.

Die Stationen bis hierher

Frühjahr 2026

Die Lücke

Es gibt viel für Kraftsport und viel für Ausdauer. Für Racketsport und Golf gibt es eine große Kategorie, die schlicht „Gelenke“ heißt und für alle gleichzeitig gemacht ist. Fast immer dieselbe Zusammensetzung, seit zwanzig Jahren.

Mai bis Juli 2026

Die Rezeptur wird kürzer statt länger

Die erste Fassung hatte eine lange Zutatenliste. Sah stark aus, war es nicht: mehrere Stoffe lagen unter der Menge, in der sie überhaupt untersucht wurden. Also gestrichen, alles, was nicht in sinnvoller Menge in eine Tagesdosis passt.

Juli 2026

Verpackung und Gestaltung

Anfragen an mehrere Grafikagenturen. Vorgabe: keine Stockmotive, eine eigene Bildsprache, an der wir auch in fünf Jahren noch die Nutzungsrechte halten.

August 2026

Hersteller entschieden

Zwei Angebote lagen auf dem Tisch, eines aus dem EU-Ausland, eines aus Deutschland. Es ist der deutsche Betrieb geworden, obwohl er teurer ist. Kurze Wege bei Problemen, ein Ansprechpartner statt einer Kette, und „abgefüllt und laborgeprüft in Deutschland“ soll ohne Kleingedrucktes stimmen.

August 2026

Kleine Erstcharge statt großer Rechnung

Große Menge heißt besserer Stückpreis, aber gebundenes Kapital und ein Haltbarkeitsdatum, das ab dem Produktionstag läuft. Wir starten kleiner und teurer. Ein volles Lager wäre die schlechtere Nachricht.

Schon erschienen auf Instagram und LinkedIn

Einiges davon haben wir dort bereits erzählt. Hier gesammelt an einem Ort.

Weniger Namen. Mehr dahinter.

Ich habe eine ganze Reihe von Zutaten wieder rausgeworfen. Die erste Version der Rezeptur hatte eine lange Liste. Sah stark aus. War es aber nicht. Mehrere Stoffe lagen unter der Menge, in der sie überhaupt untersucht wurden. Drin, damit der Name draufsteht. Nicht drin, damit etwas passiert. In der Branche heißt das Fairy Dusting.

Der Grund ist banal: Eine Kapsel hat ein festes Volumen. Wer immer mehr hineinpackt, muss von jedem so wenig nehmen, dass am Ende von allem zu wenig da ist. Übrig bleibt eine kurze Liste. Dafür in Mengen, die ich guten Gewissens verantworten kann.

Dunkelgrüne Grafik mit VitaSpice-Logo. Text: Ich habe Zutaten aus meiner Rezeptur gestrichen. Darunter: Freiwillig. Und es waren nicht wenige. Dunkelgrüne Grafik mit der Überschrift: Eine lange Liste sieht nach viel aus. Sie sagt nichts darüber, wie viel von jedem einzelnen Stoff wirklich drin ist. Dunkelgrüne Grafik mit dem Titel Fairy Dusting und der Aussage: Eine Prise reicht, damit ein Name aufs Etikett darf. Für alles andere reicht sie nicht. Dunkelgrüne Grafik mit der Überschrift: Eine Kapsel hat ein festes Volumen. Wer immer mehr hineinpackt, hat am Ende von allem zu wenig. Dunkelgrüne Grafik mit dem Fazit: Weniger Namen. Mehr dahinter. Darunter ein oranger Hinweis: Speichern für den nächsten Etikettenvergleich.

Zum Blättern nach rechts wischen.

Der Beitrag im Original: auf Instagram ansehen oder auf LinkedIn lesen.

Viele Namen oder wenige echte Mengen?

Eine lange Zutatenliste wirkt hochwertig, sagt aber nichts über die enthaltene Menge. So sieht der Unterschied aus, wenn man beides nebeneinanderlegt.

Grafik auf dunkelgrünem Grund mit der Frage: Viele Namen oder wenige echte Mengen? Zwei Karten im Vergleich, links eine lange Liste mit blassen Zeilen und winzigen Mengenbalken, rechts eine kurze Liste mit kräftigen Zeilen und größeren orangefarbenen Balken.

Zum Nachlesen

Deine Fragen

Wir beantworten Fragen zur Entwicklung gesammelt an dieser Stelle. Schreib uns, was du wissen willst.

Warum dauert das so lange?
Weil jeder Schritt vom vorherigen abhängt. Die Zutatenmengen bestimmen die Portionsgröße, die bestimmt die Verpackung, die bestimmt das Etikett, und geprüft wird erst, wenn alles feststeht.

Warum sagt ihr nicht, was drin ist?
Weil die Zusammensetzung das Einzige ist, was sich einfach kopieren lässt. Zum Start steht sie vollständig auf Etikett und Produktseite, so wie es das Gesetz ohnehin verlangt.

Kann ich es vorbestellen?
Nein. Wir nehmen kein Geld für etwas, das es noch nicht gibt. Wer auf der Liste steht, erfährt es zuerst.

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