Die Zelle. Wo alles beginnt.

Die Zelle. Wo alles beginnt. 37 Billionen Einheiten, ein Bauplan.

Bevor es Organe gab, gab es die Zelle. Jede Regeneration, jeder Gedanke, jeder Schritt auf dem Golfplatz beginnt in einer Struktur, die kleiner ist als ein Staubkorn. Ein Blick auf das, was wirklich darin passiert.

Etwa 37 Billionen Mitarbeiter

Der menschliche Körper besteht nach der bislang gründlichsten Schätzung aus rund 37 Billionen Zellen. Das ist keine gerundete Zahl aus einem Ratgeber, sondern das Ergebnis einer Arbeit, die alle bekannten Zelltypen einzeln hochgerechnet hat.

Keine dieser Zellen arbeitet für sich. Eine Muskelzelle im Oberschenkel, eine Nervenzelle im Auge und eine Darmzelle, die nach wenigen Tagen ersetzt wird, tragen denselben Bauplan und machen völlig Verschiedenes daraus. Der Unterschied liegt nicht in der Information, sondern darin, welcher Teil davon abgelesen wird.

Das ist der eigentliche Gedanke hinter dieser Seite: Gesundheit ist kein Zustand, den man an einem Organ festmacht. Sie ist die Summe dessen, was Billionen einzelne Einheiten gerade leisten können.

Drei Dinge, die jede Sekunde ablaufen

Energie

In den Mitochondrien wird aus Nährstoffen und Sauerstoff die Energiewährung des Körpers hergestellt. Eine Herzmuskelzelle enthält davon mehrere Tausend, eine Hautzelle deutlich weniger. Wo viel geleistet wird, sitzen viele Kraftwerke.

Bauplan

Im Zellkern liegt die DNA, aufgewickelt auf eine Länge von etwa zwei Metern pro Zelle. Bei jeder Zellteilung muss sie vollständig kopiert werden. Das passiert millionenfach täglich, mit bemerkenswert wenigen Fehlern.

Grenze

Die Zellmembran entscheidet, was hinein darf und was draußen bleibt. Sie besteht überwiegend aus Fetten. Welche Fette das sind, hängt auch davon ab, was auf dem Teller lag.

Oxidativer Stress, ohne Panik erklärt

Bei der Energiegewinnung entstehen als Nebenprodukt reaktive Sauerstoffverbindungen, oft freie Radikale genannt. Sie haben einen schlechten Ruf, und das wird ihnen nicht ganz gerecht. In kleinen Mengen sind sie Signalstoffe. Das Immunsystem setzt sie gezielt ein. Auch die Anpassung an Training läuft zum Teil über sie.

Problematisch wird es erst bei einem dauerhaften Ungleichgewicht zwischen diesen Verbindungen und den Schutzsystemen des Körpers. Genau dieses Ungleichgewicht heißt oxidativer Stress.

Der Körper ist darauf vorbereitet. Er hat eigene Enzymsysteme, und einige davon benötigen bestimmte Mineralstoffe als Bestandteil, etwa Selen, Zink, Kupfer und Mangan. Fehlt der Baustein, arbeitet das System nicht vollständig. Das ist der sachliche Kern hinter dem Begriff Zellschutz, und mehr sollte man auch nicht daraus machen.

Was hier bewusst nicht steht: Dass mehr Antioxidantien automatisch besser sind. Studien mit hochdosierten Einzelsubstanzen haben das nicht bestätigt, in Einzelfällen sogar das Gegenteil gezeigt. Die Balance ist das Ziel, nicht das Maximum.

Nein, der Körper erneuert sich nicht alle sieben Jahre

Der Satz hält sich hartnäckig. Er stimmt so nicht.

Die Erneuerungsrate ist je nach Gewebe völlig unterschiedlich. Zellen der Darmschleimhaut werden innerhalb weniger Tage ersetzt. Rote Blutkörperchen halten etwa vier Monate. Fettzellen bleiben im Schnitt rund zehn Jahre. Und die Nervenzellen der Großhirnrinde begleiten einen Menschen im Wesentlichen ein Leben lang. Sie werden nicht ausgetauscht, sie werden gepflegt.

Daraus folgt etwas Praktisches: Manche Veränderungen im Körper zeigen sich in Tagen, andere brauchen Monate. Wer nach zwei Wochen Ernährungsumstellung keinen Unterschied spürt, hat nicht zwingend das Falsche getan, sondern oft nur zu früh gemessen.

Was gesichert ist, und was nicht

In der EU darf ein Lebensmittel nur mit Wirkaussagen beworben werden, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit geprüft und von der Kommission zugelassen wurden. Für den Bereich Zelle sind es genau diese:

Nährstoff Zugelassene Aussage
Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
Zink trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
Selen trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
Kupfer trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
Mangan trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
Riboflavin (Vitamin B2) trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
Folat hat eine Funktion bei der Zellteilung
Eisen hat eine Funktion bei der Zellteilung
Magnesium hat eine Funktion bei der Zellteilung
Calcium hat eine Funktion bei der Zellteilung und -spezialisierung
Zink trägt zu einer normalen DNA-Synthese bei

Alles, was darüber hinausgeht, ist entweder Forschung im Anfangsstadium oder Marketing. Wir unterscheiden das hier bewusst.

Der Teller kommt zuerst

Vierzig Jahre Küche haben mir eines beigebracht: Die Frage ist selten, welches Präparat fehlt. Die Frage ist meistens, was seit Wochen nicht mehr auf dem Teller lag.

Farbige Gemüse liefern nicht nur die Vitamine aus der Tabelle oben, sondern auch sekundäre Pflanzenstoffe, die dort gar nicht auftauchen können, weil sie einzeln schwer zu prüfen sind. Nüsse und gutes Öl liefern die Fette, aus denen Membranen gebaut werden. Fermentiertes bringt Bakterienkulturen mit, die im Darm mit unseren eigenen Zellen zusammenarbeiten.

Wer hier ansetzt, braucht weniger, nicht mehr.

Oliver Berfelz, Gründer VitaSpice® und zertifizierter Ernährungsberater A-Lizenz

Und wann ergänzen sinnvoll ist

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Das ist keine Floskel, sondern die Reihenfolge.

Sinnvoll wird eine Ergänzung dann, wenn die Zufuhr über die Ernährung nachweislich schwer zu decken ist oder der Bedarf erhöht ist. Typische Situationen:

  • Eine Ernährungsform, die bestimmte Lebensmittelgruppen ausschließt
  • Phasen mit hoher körperlicher Belastung
  • Die Wintermonate in unseren Breiten, was die Versorgung mit Vitamin D betrifft
  • Ein ärztlich festgestellter Mangel

Was dabei hilft: sich vorher anschauen, was tatsächlich fehlt, statt nach Gefühl zu kombinieren. Wer unsicher ist, klärt das mit dem Hausarzt oder einer Ernährungsfachkraft ab.

Produkte aus unserem Sortiment mit Bezug zu diesen Nährstoffen

Abgefüllt & Laborgeprüft in Deutschland.

Häufige Fragen

Was ist oxidativer Stress genau?

Ein anhaltendes Ungleichgewicht zwischen reaktiven Sauerstoffverbindungen, die im Stoffwechsel entstehen, und den körpereigenen Schutzsystemen. In kleinen Mengen erfüllen diese Verbindungen wichtige Aufgaben, dauerhaft im Übermaß belasten sie die Zelle.

Welche Nährstoffe haben einen belegten Bezug zum Zellschutz?

Zugelassen sind Aussagen zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress für Vitamin C, Vitamin E, Zink, Selen, Kupfer, Mangan und Riboflavin. Für die Zellteilung sind Folat, Eisen, Magnesium und Calcium zugelassen.

Erneuert sich der Körper wirklich alle sieben Jahre?

Nein. Die Erneuerungsrate unterscheidet sich stark je nach Gewebe, von wenigen Tagen in der Darmschleimhaut bis zu einem ganzen Leben bei Nervenzellen der Großhirnrinde.

Sind mehr Antioxidantien besser?

Nein. Studien mit hochdosierten Einzelsubstanzen haben keinen zusätzlichen Nutzen gezeigt. Sinnvoll ist eine ausreichende, nicht eine maximale Versorgung.

Kann ich den Bedarf über die Ernährung decken?

In den meisten Fällen ja. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei erhöhtem Bedarf oder eingeschränkter Ernährung kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.